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Fotozubehör - Positionierung



PRAXISBERICHT

Gerät in Form einer Filmdose (bei den ehemals Analogen von uns werden Erinnerungen wach) in Postgelb gehalten, mit kleinem Display für wichtigste Kontroll-/Einstellungsoptionen, wird mit einer Sicherungsschlaufe, USB-Kabel und Kfz-Adapter für Zigarettenanzünder geliefert. Dieser dient allerdings ausschließlich der Stromversorgung via USB - z.B. für Betrieb im Auto - ohne Ladefunktion! An sich schade, aber zu verschmerzen. Als Größenvergleich, habe ich es neben 35mm-Filmverpackung abgelichtet.
Zusammenfassung aus der Praxis: unproblematische Handhabung, relativ lange Betriebszeit (Temperatur-/ und Batteriequalitätabhängig, bis 11 Stunden am Stück), über 130.000 Positionspunkte, sehr gute Trackqualität. Einstellungsdisplay mit Beleuchtung. Eines der besten Kleingeräte die ich in den Händen hatte, wenn es um Signalempfang geht.
Für den täglichen Gebrauch wird es so gut wie gar nicht genutzt, dafür aber bei Auswertung der Fotos nach einer Reise unbezahlbar. Ist man länger unterwegs, macht hunderte und tausende von Fotos, gibt es schon hin und wieder Probleme mit der Ortung des Abgelichteten. Die Zuordnung der Wegepunkte mit den Bildern erfolgt wahlweise mit eigener Holux-Software oder aber auch mit der freeware GEOSETTER von Friedemann Schmidt.
Der Logger (es ist ein Logger, kein Navigerät) wird mit einer AA Zelle betrieben, die nach Herstellerangaben für bis zu 10 Stunden Betrieb ohne Unterbrechung reichen soll. Meine Erfahrung zeigt - bei guten Batterien im Kältegeschützten Platz untergebracht kann man bis zu 11 Stunden aufzeichnen. Braucht man die BlueTooth Funktionen beim Loggen nicht, soll man diese im Menü unbedingt ausschalten. Mit eingeschaltetem BlueTooth, sinkt die Lebensdauer der Batterie auf ca. 3-4 Stunden. Da das Gerät dualfähig ist, dh. gleichzeitig loggen und -dankt BlueTooth- Geodaten in NMEA Format übermitteln kann, bleibt die Entscheidung zum Abschalten von BlueTooth zweckabhängig. Loser Transport in der Fototasche, verkürzt bei Kälte die Lebenserwartung um die Hälfte, im Extremfall sogar auf knapp 3 Stunden, auch ohne BlueTooth. "Schuld" ist nicht das Gerät selbst, sondern temperaturbedingte, abfallende Spannung der Stromquelle. Fällt die Spannung zu sehr ab - ist Ende im Gelände, auch mit GPS.
Hier liegt das größte Manko dieses Gerätes. Beim Batterieausfall - aus welchem Grund auch immer, kann die nicht abgeschlossene Erfassung verloren gehen. Die bereits abgeschlossene Erfassungen bleiben ohne weiteres erhalten.
Es ist zu hoffen dass dieses mit der nächsten Firmware Version behoben wird. Stoppt man die Erfassung per Tastendruck, werden die Daten gesichert und bleiben auf dem Gerät bis zum Auslesen - auch ohne Batterie verfügbar. So gesehen, ist mit einem periodischen Stoppen und sofortigen Starten der Erfassung dem Datenschwund vorzubeugen. Leider ist die Warnung bei Spannungsschwund nur optisch wahrnehmbar. Kein Summer - man muss also periodisch kontrollieren. Blinkt die Anzeige - bleiben noch ca. 45-60 Minuten bis Saft zu dünn wird. Was ist dann zu tun? Ganz einfach : stoppen, ausschalten, Batterie wechseln, einschalten, Erfassung starten und es geht weiter. Erneute Synchronisierung erfolgt meistens innerhalb 3-5 Sekunden. Alle Einstellungen und Aufzeichnungen bleiben dabei erhalten. Was nicht passieren darf, ist der Spannungsausfall bei laufender Erfassung. Diese (aber auch nur diese) geht des Öfteren verloren. Betrieb mit Akkuzelle (hatte eine NiMh 2700 mAh getestet) ist auch möglich. Die Laufzeit konnte ich aber nie richtig feststellen. Diese lag schätzungsweise bei ca. 3,5 - 4 Stunden. Verständlich, da die Akkuspannung mit 1,2V vom Haus aus niedriger als bei einer Batterie ist. Mindestens ein Ersatzakku im Gepäck ist also obligatorisch.
Eins noch. Batterieschacht ist richtig eng - entspricht genau der Normierung. Einige Batterie- und Akkuhersteller sehen die normierte Bemassung aber nicht so genau. Dann kann es u. U. eng werden, vor allem beim Versuch die dicke Zelle wieder aus dem Gerät herauszunehmen. Daher ist ein Test mit einer neuen Zellensorte immer ratsam.
Es stehen folg. Aufzeichnungsarten zur Verfügung:
  • - Loggen nach Zeit - Zeitraffer 1, 5, 10, 15, 30, 60, 120 Sekunden.
  • - Loggen nach Positionswechsel mit Raster a 50, 100, 150,300,500 und 1000 Meter
  • - Wer genauer braucht - greift zum Trick Nr7. Bei Erfassung in Meilen statt Kilometer, kann man als kleinste Einheit 50 feet einstellen, was das Entfernungsraster auf ca. 16 Meter verkleinert
  • - Loggen der Wegepunkte - Manuell
  • Einstellungen für Km/Meile, Zeitzonen, Anzeigebeleuchtung (Dauer), BlueTooth, Sprache. Verschiedene Anzeigeoptionen im Display, die teilweise vom gewählten Anzeigemodus abhängig sind wie z.B. aktuelle Position (Länge/Breite) ggf. Höhe.
    Anzeige noch frei verbliebenen Aufzeichnungspunkte. Automatische anzeige der Uhrzeit (bei vorher eingestellter Zeitzone), Geschwindigkeit, Entfernung. Neue Firmware deckt mehrere Sprachen ab. Verbindung mit dem PC erfolgt via USB bzw. BlueTooth.
    Gespeichert wird im Hauseigenem Format trl
    Mitgelieferte Software erlaubt upload der Daten, Konvertierung in verschiedene Formate (u.A. NMEA, GPX, KML, Text) und weitere Funktionen wie z.B. Verbindung der Daten mit den Bildern anhand des Zeitstempels im EXIF, wobei die Positionierung wahlweise direkt in die Bilddaten (in denn EXIF Block) geschrieben wird, oder aber die Bilder mit den dazugehörigen Daten als Kopie neu abgespeichert werden. Mitgelieferte Programme (wie auch Firmware, die auch für die Displayanzeige verantwortlich ist) gibt es wahlweise in mehreren Sprachen.
    Trackgenauigkeit ist für so ein kleines Gerät beeindruckend. Sobald man sich damit in Bewegung setzt, geht es zur Sache (Einschalten nicht vergessen). Im Testbetrieb konnte ich bei Bewegung, max. Abweichungen in der GoogleEarth-Anzeige von unter 6 Meter feststellen. Meistens um die 2 Meter. Faustregel - je enger das Aufzeichnungsraster gestellt, desto genauer die Streckenverfolgung und Deckung mit tatsächlicher Position. Bei einer statischen Erfassung sind die Postionsausschläge deutlich größer, was allerdings jedem, der sich mit der GPS Problematik ein wenig auseinander gesetzt hat, klar seien dürfte.
    Ungemein praktisch fand ich Kapazität des Speichers. 130.000 Erfassungspunkte bedeutet bei einem Zeitraster von 10 Sekunden, Aufzeichnungsfähigkeit über 15 Tage rund um die Uhr (genug Batterien vorausgesetzt).
    Via Menüeinstellung kann man entscheiden ob bei vollem Puffer, die erfasste Daten überschrieben, oder aber die Aufzeichnung abgeschaltet werden soll, bis die Daten auf den PC (oder PDA) ausgelesen werden.
    Das Löschen der Aufzeichnungen ist auch via Menü, ohne PC möglich.
    UPDATE
    Im September 2009 hat HOLUX neue Firmware V1.13 + neue Tools Ver. 1.1.0.48 veröffentlicht.
    -Release notes- sagen da schwarz auf weiß, dass Betrieb mit den Akkuzellen nicht zu empfehlen ist, da die zur Verfügung stehende Spannung, einen störungsfreien Betrieb nicht garantiert.
  • Bei Fimware wurden einige Einstellungen/Funktionen am Gerät verändert. U.A. sank die Anzahl der Erfassungspunkte von 130.000 auf ca. 104.000, was mit neuer Kodiergenauigkeit (Speicherung 16 auf 20 Bit umgestellt) zusammen hängt.
  • Dadurch wurde auch die Fähigkeit zur Erfassung von größeren Geschwindigkeiten (z.B. Flieger) ermöglicht. Des Weiteren sind diese Informationen auch für konvertierte KML und GPX Formate verfügbar
  • Beim Tool Ver. 1.1.0.48 hat sich auf den ersten Blick nicht all zu viel getan - das Gerät wird jetzt von Software automatisch gefunden. Die Funktion zu manueller Zuweisung des Ports wurde aber trotzdem beibehalten.
  • Ungereimtheiten bez. Fotoeinbindung und Verknüpfung der GPS Angaben bei exif-Daten einiger Kameras wurden beseitigt
  • Weitere kleine Bugfix'es wie übersetzungskorrekturen etc.
  • ENDE


    Hier ein Beispiel für die Leistung des Loggers:
    sogar Spurwechsel auf der Autobahn ist andeutungsweise erkennbar...

    Satellitenbild Google-Earth



    oder hier ein Spaziergang durch London von Tate Gallery, über St Paul's Cathedral zu City of London und weiter ...

    Satellitenbild Google-Earth

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