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Map-Positionierung als Alternative zu GPS-Fotozubehör ?


Die Onlinedienste wie GoogleMaps oder BingMaps können neben/anstatt GPS Koordinaten bei der Bildpositionierung helfen.
Theoretisch könnte man auf einen Logger verzichten und sich auf dem Material der Onlinedienste oder PC Foto/Kartenprogramme komplett stützen. Theoretisch... Mit der Aktualität der Geländedarstellung im Internet soll man nämlich nicht all zu genau nehmen.

Alle Onlineanbieter der Digitalbilder und Karten, blenden zum Teil uraltes Material an. Das kann jeder selbst nachprüfen -
kennt man die Veränderungen der letzen Jahre in einem bestimmten Gebiet, kann man diese der Fotodarstellung bei den Map-Diensten gegenüberstellen.

Die Beispiele aus einer mir gut bekannten Gegend zeigen deutlich, dass die im April 2011 gezeigte Satellitenaufnahmen der zwei
größten Diensten, der Aktualität fern bleiben, wobei Aktualitätstand der Daten der beiden Anbieter sehr unterschiedlich ausfällt.
Dass ständig aktuelle Darstellung einfach unmöglich ist, dürfte jedem klar sein. Wer soll das machen/bezahlen?
Schlimmer ist aber, dass eine neuere Fotodokumentation eines Gebietes, hin und wieder einer älteren weichen muss.
Wieso auch immer. Na ja, man kann sich vielleicht doch denken wieso...

Diese Merkwürdigkeit konnte ich bei Satellitenaufnahmen aus London beobachten, wo einige für mich markante Veränderungen, auf den Satellitenfotos einfach "rückgängig gemacht wurden". Ein neues Bauwerk, dass ich 2005 vor Ort fotografiert habe und ein Jahr später auch online auf dem Satellitenfoto in der Bauphase als halbfertig sehen konnte, verschwand später bei Maps spurlos.
Mehr noch - bis heute ist dort laut Onlinedienst nur eine grüne Wiese, obwohl ich letztes Jahr im Gebäude selbst war.

Das unangenehme ist also, dass es hin und wieder ein älteres Fotomaterial eingeblendet wird, obwohl eine neuere Fassung vorhanden ist und sogar bereits online war. An sich nicht tragisch, aber recht nervig. Vor allem wenn man nach etwas sucht was nicht da ist obwohl doch da steht aber aus bestimmten Gründen, doch virtuell verschwindet obwohl es wunderbar als Orientierungshilfe dienen könnte.

In meiner Wohngegend braucht man dem Bildmaterial gar nicht zu trauen. Dort wo auf den Fotos immer noch Feldhasen hopsen und Kiebitze nesteln, wohnen seit bereits 10 Jahren Menschen. Einen gewissen pädagogischen Effekt kann man bei dem ganzen aber nicht negieren. So kann man nämlich den Kindern wenigstens zeigen, wie es hier mal ausgesehen hat, dort wo das Familienhaus steht.

Vielleicht bleibt es weiter so bis zur deren Volljährigkeit oder noch länger und man den Kindern oder Enkeln sagen kann - schau mal dort wo diese Bäume zu sehen sind, dort steht seit zig Jahren das Haus wo ich geboren und groß geworden bin ...
Vielleicht kommt nicht so krass, aber insgesamt - kein Verlass, alles nur Show.

Als Beispiel zwei Ausschnitte aus den Sat-Fotos der beiden großen Map-Dienste. Auf dem unteren ist ein kleines Einkaufszentrum zu sehen, das vor kurzem ein 10-jähriges Bestehen feierte. Beide Ausschnitte mit Online-Stand April 2011.

Diese Darstellung entspricht dem Jahr 2000, ist also bereits gut 10 Jahre alt

wo diese aus dem Jahr 2007 stammt und mit 4 Jahren relativ aktuell ist


... und hier ein Vergleich aus dem Dezember 2013 ...
Wie man sehen kann das erste Bild (von oben) ist das gleiche wie hier:

Bei google - auch 3 Jahre später - nach wie vor Jahr 2000

Hier dagegen Microsoft-Bing Aufnahme aus dem Spätsommer 2012 - ist also ca. 1 Jahr alt


So ganz untätig ist aber google auch nicht. Schon nach 15 Jahren wurde hier aktualisiert.
Google Maps - Eingestellt Anfang 2016 - Aufnahme vom Spätsommer/Frühherbst 2015.

Immerhin, wenigstens das hier. Lieber spät als gar nicht...

Trotzdem, andere Teile der Gegend zeigen immer noch einen deutlich älteren Stand.

Die Aktualiät der Bilder kann ich anhand bestimmten baulichen Veränderungen realtiv genau (± 2 Monate) bestimmen.

So ähnlich sieht es mit weiteren Vergleichsbildern aus.
Wobei in anderen Gebieten kann die Aktualität der Karten bei Mapdiensten, genau umgekehrt aussehen.
Wer wann die Nase vorn hat, bleibt unbestimmt und man kann nicht "das ist besser und das andere schlechter" sagen.

Es soll nicht als Kritik der Onlinedienste aufgefasst werden. Gut und schön dass es diese überhaupt gibt.
Gedacht ist es mehr als ein Ausrufezeichen.
Es ist längst nicht alles so, wie es aussieht.
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